Stühle – die unverzichtbaren Klassiker der Inneneinrichtung

„Nehmen Sie Platz!“ ist die erste Aufforderung, mit dem ein Gastgeber seinen Besuchern in Küchen und Esszimmern den Weg zu formschönen, modernen Stühlen weist.

In fast allen Wohnräumen lassen sich Stühle als Sitzmöbel finden. Sind in einer Wohnung Küche und Esszimmer in separaten Zimmern verortet, tragen sie deutlich zur Gestaltung dieser Räumlichkeiten bei. In Küchen, die im Alltag von der Familie belagert werden, kommen dabei häufig praktische Sitzmöbel zum Einsatz, während die Stühle im Esszimmer durch moderne Formen zum stilvollen Ambiente beitragen. An Schreibtischen finden stylische Stühle ebenfalls Einsatz, wie auch in Schlafzimmern, wo sie meist der Ablage von Kleidungsstücken dienen. Zu ähnlichem Zweck verläuft sich hin und wieder solch ein Sitzmöbel ins Badezimmer, wo man besonders schöne Stühle gerne toleriert.

Die Vertreter guten Möbeldesigns schufen in den letzten 100 Jahren besonders viele Stühle, die zu Klassikern wurden. Dass besonders der Stuhl eine Herausforderung für viele Designer war und ist, hat eine logische Erklärung. Ein Stuhl muss erstens hochgradig funktional sein, zweitens gut aussehen und drittens unbedingt bequem sein. Knackpunkte guten Designs bei Stühlen sind Bequemlichkeit und Ergonomie. Bewusst oder unbewusst hat jeder von uns schon einmal auf einem berühmten Stuhl-Entwurf von Ray und Charles Eames, Charles Breuer oder Arne Jacobsen gesessen, da Restaurants, Tagungsräume und sogar Schulen mit Originalen oder Adaptionen dieser Design-Klassiker ausgestattet sind. Aus gutem Grund: Bei diesen Stühlen vereinen sich Funktionalität, Ästhetik und Bequemlichkeit zum perfekten Möbel.

Ein Stuhl für jede Lebenslage


Wodurch unterscheiden sich Stühle?
Ob Sie eher einen Polsterstuhl mit Armlehnen oder einen minimalistischen Freischwinger bevorzugen, ob Sie es eher warm und weich oder doch lieber nüchtern und kühl mögen: Die Ansprüche an einen Stuhl sind sehr individuell und an der Auswahl von Stühlen scheiden sich oft die Geister.

Farben und Materialien
Wie bei so vielen Möbelstücken ist auch bei Stühlen die Farbwahl von Ihrem Einrichtungsstil abhängig. Wenn Sie einen Stuhl mit Leder wählen – bei dem entweder Sitzpolster oder Sitz und Rückenlehne mit Leder bezogen sind – dann ist dieser Stuhl häufig in einer eleganten Farbe wie Braun, Schwarz oder Weiß gehalten. So ein Stuhl passt zu klassischen Massivholztischen oder als Kontrast zu weißen Tischen. Wohnen Sie gerne farbig, dann sind Stühle, die modern aus Kunststoff gefertigt sind, das Richtige für Sie.
Die besten Stühle in puncto Haltbarkeit sind sicherlich Massivholzstühle, die es in natürlichen Holztönen und natürlich auch in Schwarz gibt. Sobald Stühle eine weiche Polsterung und Armlehnen haben, ist die Grenze zum Sessel oft fließend. Der Trend geht zur Bequemlichkeit.

Gewusst wo: Jeder Stuhl hat seinen Platz

Genüsslich tafeln: Stühle am Esstisch Einen Abend mit Freunden oder Familie bei leckerem Essen zu verbringen, ist eine der schönen Seiten des Lebens. Der Sitzkomfort Ihrer Esszimmerstühle trägt entscheidend dazu bei, eine solche Einladung zum Dolce Vita anstatt zum harten Los zu machen. Ein bequemer Stuhl garantiert, dass Freunde und Familie nicht nur gerne Platz nehmen, sondern auch gerne sitzen bleiben.
Je nachdem, ob der Tisch bei Ihnen in der Küche, im Esszimmer oder im Wohnzimmer steht und wie viel Platz drum herum bleibt, können Sie sich Freischwinger mit Platz zum entspannten Wippen, schlichte Holzstühle – gegebenenfalls mit einem Ledersitzpolster – oder Polsterstühle mit Armlehnen für die festlichen Mahlzeiten am Tisch aussuchen.

Sie selbst und alle, die täglich dort sitzen, sollen sich daran erfreuen können, dass Ihre Stühle nicht nur schön, sondern einladend für den gesamten Menschen und seiner Physiognomie sind. Für Kinder sind im Essbereich Kinderhochstühle geeignet, die mit Ihrem Nachwuchs mitwachsen können. Je mehr und je eher Kinder selbstständig auf Augenhöhe mit dabei sein können, desto erfreulicher ist das für alle Beteiligten.
Welcher Stuhl am Schreibtisch?
Bei einem Bürostuhl beziehungsweise Schreibtischstuhl steht die Funktionalität im Vordergrund. Um eine sinnvolle, dauerhaft angenehme Arbeitsposition zu finden, können Sie Höhe und Neigung der Sitzfläche sowie die Neigung der Rückenlehne verändern.

Wenn Ihnen ein Chefsessel für gelegentliches Arbeiten zu Hause zu klobig ist oder kein Platz dafür vorhanden ist, dann können Sie alternativ einen bequemen Stuhl vom oder am Esstisch nutzen.

 

Designer-Krimi: Wer hat den Stuhl erfunden?


Der Freischwinger
Wer hat ihn erfunden? In diesem Fall kein Schweizer. Als Erster hat den Stuhl mit gebogenem Stahlrohr 1926 der niederländische Architekt und Designer Mart Stam gestaltet. Zwei andere Designer entwickelten den Entwurf weiter, noch ehe Stam sein endgültiges Modell der Öffentlichkeit präsentierte. 1928 stellte Marcel Breuer eine kubische Weiterentwicklung des Freischwingers vor; von 1926 bis 1927 arbeitete Ludwig Mies van der Rohe am sogenannten Weißenhof-Stuhl in gerundeter Form.

Wir sehen uns vor Gericht!
Bereits Ende der 1920er Jahre wurden deshalb Prozesse über die Urheberschaft an dieser Stuhlform geführt. Aus diesem Grund trägt der erste Freischwinger-Stuhl, der bis heute von Thonet nach den Originalentwürfen von Marcel Breuer gefertigt wird, den umständlichen Zusatz „Künstlerische Urheberschaft Mart Stam“. Mies van der Rohe war so klug, 1926 für seine Form von Freischwinger ein Patent anzumelden, bevor Stam seinen Stuhl offiziell präsentierte. Er konnte vor Gericht beweisen, dass er die ursprüngliche Idee von Stam technisch entschieden weitergebracht hatte.

Gutes Design bleibt zeitlos!
Thonet, Fritz Hansen, Kartell und Vitra. Die Hersteller der originalen Design-Klassiker lassen die Klarheit über das Produktdesign nicht umsonst vor Gericht feststellen. Denn Stühle mit gutem Design erkennt fast jeder von uns wieder. Weil wir angenehme Sitzerlebnisse mit ihnen verbinden. Bequeme, kurzweilige Stunden. Erstaunlich ist nur, dass man Entwürfe wie den Aluminium Chair von Charles und Ray Eames oder eben den klassischen Freischwinger wie den S32 von Thonet für wesentlich jünger halten würde, als sie sind. Die fast 60 beziehungsweise 90 Jahre sieht man ihnen nicht an.

So, wie werden Sie sich nun entscheiden? Es sind mehr als drei Felder frei!

Freischwinger oder Vier-Fuß?
Wie Stühle auftreten, hängt maßgeblich von der Grundkonstruktion ab. Neben selteneren Schöpfungen mit einer Säule, einem Stand-Fuß oder einem kunstvollen Gestänge haben sich hauptsächlich zwei Bauweisen etabliert:

Vier Füße für einen sicheren Stand
Ein Muster an Beständigkeit sind Stühle, die auf vier Beinen Standfestigkeit par excellence verkörpern. Derartige Sitzmöbel, entweder aus Massivholz oder aus Metall, zeichnen sich im Allgemeinen durch eine hohe Belastbarkeit aus und gehen nicht so schnell in die Knie. Dabei können die Stuhlbeine gerade oder gebogen sein, senkrecht zum Boden führen oder schräg zulaufen.

Schwingstühle für angenehmes Wippen
Zeitgemäß und komfortabel bereichern die Freischwinger das Interieur: Der Sitz federt leicht, da das Stahl- oder Aluminiumgestell wie aus einem Guss Bewegungsspielraum gewährt. Wenn Sie sich setzen oder nach hinten lehnen, greifen diese Stühle den Impuls auf und wiegen sanft auf und ab…

Wenn Sie ein wenig wiegen und wippen möchten oder weitere Formen und Farben erkunden möchten, schauen Sie bei und vorbei! Möbel Wolfrath GmbH