Warum denn Party? Cool ist, wer zu Hause bleibt.

Der Kater nach der durchfeierten Nacht ist das Statussymbol der Jugend. Aber irgendwann macht müde, was früher Spaß machte. Doch die „soziale Menopause“ ist kein Grund, sich zu schämen, im Gegenteil.


Wie erkenne ich einen Couch-Potato?


Frage von Minzzy vor 198 Tagen:
Hallo Beisammen! Ich habe mal wieder eine Frage und zwar las ich woanders, dass eine Frau sich darüber beschwert, dass ihr Mann nicht mit ihr rausgehen will. Gibt es irgendwelche Indizien, dass der oder diejenige zu diesen Couch potatos gehören? Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass es aus diesem Grund sogar zu Missverständnissen kommt, denn wenn ich so recht überlege hat man mir als Frau oft genug gesagt, wenn ein Mann sich nur in vier Wänden treffen will (nach den ersten Dates natürlich) dann ist er entweder liiert oder sucht nur eine Affäre! Aber was ist, wenn es nur an seiner Unlust nach Menschenmengen liegt/lag? [Nein, ich date derzeit keinen, mich interessiert es nur ;-) ]

Antwort von Chrisssey2296 vor 199 Tagen:
Daumen hoch! Ich kannte z.B. mal eine Frau, der zuhause bzw. ohne Weggehen o.ä. nichts fehlte, die aber durchaus offen für Vorschläge meinerseits war. Abgesehen davon, dass sie eine anbetungswürdige begnadete Köchin war, dass ich schön blöd gewesen wäre, stattdessen mit ihr essen zu gehen...

Wir haben recherchiert: Stupedia sagt

Bei den Couch Potatos handelt es sich um, vor allem in Amerika vorkommende Extremsportler. Die von ihnen praktizierte Sportart „Extreme Cocooning“ ist bereits seit den 1960er Jahren olympisch. Das Besondere an dieser Extremsportart besteht darin, dass man während der Ausführung, bei der es sich primär um fernsehen handelt, Nahrung zu sich nehmen kann. In vielen Ländern wird diese Sportart, genau wie Gummistiefelweitwurf als Krankheit bezeichnet und behandelt. Zur Gerätschaft des Couch Potatos zählt eine Fernbedienung und ein möglichst großer Fernseher.

Es gilt die Regel: Bedarf/Abend = 2 Liter Bier + 500g Chips/h

So... und jetzt zur Realität.

Party? Oder einfach nur das Sofa verlassen? Wie anstrengend. Wer zuletzt aus war, als Clubs noch „Disco“ genannt wurden, ist wohl mitten in der „sozialen Menopause“. Das betrifft viele. Wie viele genau, beantwortet eine Studie der Techniker Krankenkasse unter 1210 Teilnehmern ab 18 Jahren. Demnach verbringen 42 Prozent der Deutschen ihren Feierabend am liebsten in der Ruheposition - fast jeder zweite ist ein Couchpotatoe.

Lieber Sofashippen als Couchpotatoe

Bodenlanges Wollkleid, Decke oder perfekteste Haus-Outfit ever?

Am Wochenende war ich aus Versehen im Plänterwald. Nein, es war kein netter Ausflug mit dem Hund oder so, es war Abend, ich war auf dem Weg zu einer Party, es war die falsche S-Bahn, und dann war ich eben im Plänterwald statt in Neukölln.
Ich kam dort erst mal nicht wieder weg, und während ich verzweifelt nach einem Bus suchte und dann zwanzig Minuten (nach Berlin-Maßstäben EINE EWIGKEIT) auf eine Bahn warten musste, die in die Zivilisation zurückfuhr, dachte ich nach.

Darüber, dass ich jetzt viel lieber zu Hause wäre, dass ich ja eh schon keine Lust gehabt hatte, an diesem Abend auszugehen, ob ich jetzt noch absagen sollte? Wohin eigentlich gehen all die Menschen in der S-Bahn mit den Bierflaschen in den Händen? Es hatte geregnet, und es war kalt! Und schließlich dachte ich: Um Himmels Willen. Ich bin eine alte Spießerin geworden. Und: Ich will nach Hause zu meinem gedruckten Rock’n‘Roll!
Ich bin in der „sozialen Menopause“! Wenn die Dinge, die du mal für spaßig gehalten hast, dich plötzlich nur noch müde machen - dann ist es soweit. Und genauso geht es mir. Ich bin müde, im übertragenen und wörtlichen Sinn. Schon beim Gedanken, mich um Mitternacht vor einem Club anzustellen, sehne ich mich nach meiner Bettdecke oder dem Sofa.

Erzählen mir meine Freundinnen von ihren Tinder-Dates und den ewig gleichen Fragen nach Beruf, Hobby und Haustieren - bei Weinschorle, dann legt sich nur der Gedanke, da auch wieder durch zu müssen, wie Blei auf meine Brust. Genauso wie der, das Haus zu verlassen, nachdem ich einmal von der Arbeit zurück bin. Wo es mir früher Spaß machte, noch mal irgendwas Hübsches anzuziehen und das Augen-Make-up ein bisschen schwärzer zu malen, ist heute mein Traum, alles Hübsche auszuziehen und Teile aus weichem Stoff anzuziehen.

Kürzlich fand ich ein bodenlanges Wollkleid, das ich auch als Decke benutzen kann und vielleicht ist das, das perfekteste Haus-Outfit ever. Ich werde es testen!

Man verpasst da draußen doch nichts!

Bin ich langweilig, spießig und häuslich geworden? Oder erwachsen? Irgendwie gehört es zusammen: War das Zuhause früher ein Ort, dessen Miete möglichst günstig zu sein hatte, den man sich vielleicht teilte, den man zum Schlafen, Waschen und Klamottenwechsel aufsuchte, wird es mit zunehmendem Alter, Einkommen und persönlicher Entwicklung eben doch ein Heim. Für das man ein bisschen mehr zahlt und wo man sich auch ein bisschen lieber aufhält.
Weil mit Alter, Einkommen und Entwicklung häufig auch die Jobs anspruchsvoller werden und Energie kosten. Aber vor allem, weil man eben auch gelernt hat, dass man da draußen nicht unbedingt etwas verpasst. Denn man hat es ja alles schon mitgemacht, saß mit Flaschen in S-Bahnen, stand vor Clubs in Schlangen, hatte gute Nächte, schlechte Nächte, gute Abende und verschwendete Abende. Hat geflirtet, geknutscht, Leute kennengelernt. All das bleibt ja auch. Die Freundschaften, die man schloss, die Erinnerungen, die man sammelte.

Lieber Gin in der Küche als Bier in der S-Bahn

Und zum Glück werden diese Freunde mit einem alt. Tatsächlich bin ich kürzlich achtunddreißig geworden und schien damit das Klischee in Perfektion zu leben. Denn ich lade diese Freunde nun auch mal zu mir nach Hause ein, manchmal koche ich sogar etwas, auch wenn ich dazu immer noch Tiefkühlprodukte oder fertig gehobelten Käse benutze. Aber dieses Gastgeben ist netter, als ich dachte – und kürzlich las ich sogar, dass es Paarbeziehungen langfristig guttut, gemeinsam Gäste zu empfangen. Diese vermeintlichen Spießerabende sind also auch noch für etwas gut!
Außerdem: Netflix schaut sich nicht von selbst und wir bekommen das Essen aus unseren Lieblingsrestaurants inzwischen nach Hause geliefert – was wollt ihr eigentlich da draußen noch? 

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