Sinnesschmeichler Leder – ein Hauch Herrlichkeit!

Man müsste sich viel Zeit nehmen, um einen wahrlich tiefen Einblick in die Materie zu bekommen. Was ist en vouge, was ist ein Klassiker und was der letzte Schrei? Wir sprechen natürlich von Möbeln im Allgemeinen und dem passenden Material für Möbel im Speziellen. Und ja, wir müssten uns wirklich viel Zeit nehmen, denn Die Liste an „Möbel-Material“ ist lang; sehr lang.

Selbst vor Hightech-Werkstoffen aus der Raumfahrt und der Allzweckwaffe Carbon machen findige Designer und kundige Hersteller nicht halt. Doch muss es immer der neueste Stand der Technik sein? Müssen wir uns versklaven lassen von der Dreifaltigkeit des Fortschritts: „Immer schneller, immer schöner, immer moderner!“? Oder ist es an der Zeit einzulenken und unseren Blick auf ein Material zu richten, welches die Menschheit seit ihren Anfängen begleitet und bisher stets durch Komfort, Verlässlichkeit und Ästhetik überzeugt hat?

Wir halten den Zug des Fortschritts an, steigen aus und kümmern uns um den Klassiker.
Wir. Lieben. Leder!  

 

Leder ein natürliches Material

Auch wenn uns die Überlieferung verschweigt, wann und warum der Mensch auf die wirklich grandiose Idee kam, Tierhäute zu Leder zu gerben, unsere zivilisatorischen Vorfahren hatten damit eine absolute Wahnsinnsidee.

Der Fertigungsprozess – so lassen verschiedene Funde aus den Untiefen der Geschichte erahnen – war wohl geprägt von Fehlschlägen und Misserfolgen. Doch irgendwann war die Methode des Gerbens so ausgefuchst, dass aus Tierhäuten Leder gegerbt werden konnte.

Zu dieser Zeit natürlich noch ohne Chromsalze und industrielle Standards! Qualitativ jedoch soweit fortgeschritten, dass das Leder unsere Altvorderen vor miesem Wetter und lebensfeindlichen Bedingungen schützen konnte.

Lassen wir tausende von Jahren im Schnelldurchlauf passieren, so sollten wir 1858 eine kurze Pause einlegen. Ab diesem magischen Jahre war es uns möglich mit Chromsalzen Tierhäute zu Leder zu veredeln.

Nie wieder Tierausdünstungen und nie wieder ein offensichtlich bestialischer Gestank in der Lederproduktion. Herzlich Willkommen in der Neuzeit, ihr Lederer :).
Der industriellen Revolution „geschuldet“ wurde das Lederhandwerk standardisiert und die Fertigungsqualität schoss ins Unermessliche.

Feinste Leder, haptische Meisterwerke und optische Augensterne konnten durch neue Fertigungsmethoden und verbesserte Arbeitsbedingungen endlich in die Tat umgesetzt werden. Leder war endlich massentauglich.

Nach wie vor ist das Ausgangsmaterial eine Tierhaut (meist Rind), welche durch den Gerbeprozess zu Leder wird. Keine Sorge, 99 % aller Tierhäute sind echte Abfallprodukte aus der Fleischindustrie. Ein Tier wegen seiner Haut zu schlachten, wäre nicht nur unmoralisch, dieser Vorgang ist auch absolut unwirtschaftlich!
 

Ein Gefühl wie fliegen – Komfort PLUS

Das Naturprodukt Leder ist vielfältig und überrascht durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Lederqualitäten. Die kostbarsten Leder sind die sogenannten offenen Lederarten (Anilinleder).

Auch wenn diese kleinen Schätze sehr aufwändig in der Pflege sind (und beispielsweise für junge Familien absolut ungeeignet), die Haptik und das Wohlfühlgefühl auf einem Sofa aus diesem Leder ist unbeschreiblich. Verbindet man feinstes Leder mit besten Polstermethoden, so entsteht ein Meilenstein-Möbel.

Nicht weniger als State-of-the-art darf man eine solche perfekte Verbindung nennen. Anschmiegsame Oberflächen, die in Sachen Temperatur, Wohlgefühl, Haptik und auch der Optik über jeden Zweifel erhaben sind, verbinden sich mit absolutem Komfort und enormer Bequemlichkeit.

Das Gefühl auf solch einem Sitzmöbel ist unverschämt nahe am Gefühl der Schwerelosigkeit. Hier lässt es sich nicht nur entspannen. Hier kann die Seele wirklich zur Ruhe finden und hier kann man seinen Akku selbst nach den stressigsten „helldays“ wieder vollladen.

Look, Haptik und auch der luxuriöse Geruch von hochwertigen Ledersorten bringen eine himmlische Natürlichkeit in unser Zuhause und ermöglichen es uns, wirklich tief zu entspannen. Wellness für den Rücken, Wellness für unsere Fingerspitzen, Wellness für unsere Seele – alles auf einem Sofa.
 

Das besondere Etwas – und so wird es gepflegt

Wie pflegt man einen solchen Schatz am Sinnvollsten? Das Web ist voll mit wenigen sinnvollen und sehr vielen katastrophalen Tipps rund um die Lederpflege und Lederreinigung.

Spätestens, wenn es ans Eingemachte geht, und der namenlose Kommentator im Deckmantel der Anonymität dazu rät, das Designer-Sofa mit Kartoffelscheiben oder Frisch-Milch zu reinigen, sollte man stutzig werden und den Web-Browser schließen. Solche Tipps sind im besten Fall dazu geeignet, um aus einem Traumsofa einen waschechten Alptraum zu schaffen.

Der beste Freund des Ledersofas ist ein leicht angefeuchteter Microfaser-Lappen. Dieser eignet sich bestens dazu, 9 von 10 Malheuren an die Substanz zu gehen. Mit lauwarmen Wasser und ein wenig „Handarbeit“ wird das verschmutze Traumsofa wieder zum Schmuckstück!

In Sachen Pflege sollte IMMER Rücksprache mit dem Hersteller bzw. Sofahändler gehalten werden. Der Grund hierfür ist einfach. Es gibt unterschiedliche Lederarten und ebenso unterschiedliche Fertigungsmethoden. Und aus dieser Vielfältigkeit entsteht ein „unterschiedlicher“ Pflegeaufwand.

Halten Sie Rücksprache, was sich Ihr rustikales Sofa oder auch Ihre Designer Eck-Couch wünscht und geben Sie Ihrem Traummöbel, was es verdient. Mit der passenden Rückfettung und einem individuellen UV-Schutz bleibt Ihr Ledersofa ein treuer Begleiter auf Ihrem Lebensweg und eine waschechte Oase der Entspannung in Ihren heimischen vier Wänden.